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Mit neuem Personal gegen St. Pauli?

Erstellt: Donnerstag, 2. September 2010 (21:00 Uhr)

Nach den beiden Niederlagen zum Start in die neue Saison sollte FC-Trainer Zvonimir Soldo seine Mannschaft im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mehr oder weniger komplett umstellen. Denn bei allen Widrigkeiten in den ersten Spielen (Stichwort Schiedsrichter und Angstgegner…) waren die Schwachstellen im FC-Spiel nicht zu übersehen. Und durch die Neuverpflichtungen in der Sommerpause gibt es, im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, endlich die notwendigen Alternativen, um auch vermeintlich sicher gesetzte Spieler einmal draußen zu lassen.

Abwehr.

Die ersten beiden Spiele haben – natürlich unter dem Eindruck der fehlenden etatmäßigen Innenverteidigung! – die Schwächen in der FC-Defenisve schonungslos aufgedeckt. Hier sollte ein nahezu kompletter Wechsel stattfinden. Miso Brecko war in Bremen an zwei Gegentoren beiteiligt und hat sich eine Pause verdient – für ihn sollte Andrézinho ins Team rücken. Auch die Innenverteidigung Pezzoni / McKenna war nicht frei von Fehlern – für den wieder gesenenen Geromel sollte Pezzoni weichen und auch auf der linken Seite sollte es einen Wechsel geben. Bei allen bekannten Defiziten die Fabrice Ehret im Defensivverhalten bisweilen mitbringt – im Spiel nach vorne kann er für den FC im derzeitigen 4-3-1-2-System sehr wichtig werden. Da Stephan Salger ebenfalls nicht frei von Fehlern war und er bei seinen ersten Einsätzen Lehrgeld zahlen musste, sollte man ihn nicht frühzeitig verheizen und Ehret an seiner Stelle ins Team nehmen.

Mittelfeld.

Die Dreierreihe im Mittelfeld scheint zwar gesetzt, dennoch sollte auch hier gewechselt werden. Offensichtlich waren in den ersten beiden Spielen die Schnelligkeits-Defizite im FC-Mittelfeld. Abhilfe könnte hier eine Hereinnahme von Adam Matuschyk schaffen, der in der vergangenen Saison an der Seite von Petit reifen konnte und seine Entwicklung nun fortsetzten muss! Für Matuschyk könnte Jajalo auf die Position von Yalcin rücken, dessen Start in die Saison unter keinem guten Stern stand. Gegen Kaiserslautern war der Neu-U21-Nationalspieler ein Opfer der Taktik nach dem frühen Platzverweis, in Bremen konnte er nicht an seine guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen – im Gegensatz zu Mato Jajalo, der in beiden Spielen gute Szenen hatte.

Angriff.

Lukas Podolski ist gesetzt und zeigte in beiden Saisonspielen aufsteigende Form im Vergleich zur letzten Saison. In Bremen war der Nationalspieler der auffälligste Offensivakteur des FC, während Sturmpartner Milivoje Novakovic komplett untertauchte und zurecht ausgewechselt wurde. Anstelle von Novakovic sollte Sebastian Freis eine Chance von Beginn an erhalten – der ehemalige Karlsruher spielte eine starke Vorbereitung um konnte zuletzt beim Testspiel der Stollenwerkelf gegen Schalke 04 mit zwei Toren überzeugen. Zudem gibt Freis immer alles für den FC und überzeugt mit großer Lauf- und Einsatzbereitschaft – Eigenschaften, die man bei Novakovic leider viel zu selten zu sehen bekommt.

Unter dem Strich würde das fünf Änderungen in der Startelf gegenüber dem Spiel des FC in Bremen bedeuten – auf dem Papier sieht die veränderte Mannschaft aber nicht schwächer aus. Im Gegenteil. Und bei allem Respekt vor dem kommenden Gegner: Wann, wenn nicht gegen St. Pauli sollte man eine veränderte Aufstellung testen?! Vor allem auch im Hinblick auf das dann folgende Auswärtsspiel bei den Bayern…

Aus meiner Sicht könnte die Startelf des FC gegen St. Pauli also so aussehen:

Matip wechselt nach Ingolstadt.

Erstellt: Dienstag, 31. August 2010 (21:57 Uhr)

Kurz vor Ende der Transferperiode meldet der FC noch einen Abgang: Marvin Matip verlässt den FC und wechselt zum Zweitligisten FC Ingolstadt 04. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Alle Transfers des FC zur neuen Saison 2010/2011 im Überblick gibt es hier.

Testspiel: 2:2 gegen Duisburg.

Erstellt: Dienstag, 31. August 2010 (21:54 Uhr)

Der FC trennte sich in einem Testspiel am Dienstagmittag mit 2:2 vom Zweitligisten MSV Duisburg. Vor 250 Zuschauern am Geißbockheim in Köln gingen die Gäste dabei durch Tore von Grlic (5.) und Sukalo (49./Foulelfmeter) zunächst mit 2:0 in Führung, ehe Ishiaku mit einem Dopelpack (58./74.) für den FC ausgleichen konnte. Beide FC-Tore wurden von Neuzugang Andrézinho vorbereitet.

Beim FC spielte kam Pedro Geromel erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder zum Einsatz und hielt 57 Minuten durch. Außerdem stand mit Jean-Baptiste Mugiraneza ein Testspieler aus Ruda im Team des FC.

Die Begegnung gegen den MSV Duisburg lief zwar als Testspiel der Stollenwerkelf, zum Einsatz kamen heute aber ausschließlich Spieler aus dem Bundesliga-Kader des FC.

In bester Gesellschaft…

Erstellt: Sonntag, 29. August 2010 (19:28 Uhr)

…befindet sich der FC mit null Punkten nach zwei Spieltagen. Neben dem FC stehen noch vier andere Mannschaften ‘blank’ da – und von allen hätte man das ebenfalls nicht unbedingt erwartet:

Nasenbeinbruch bei Petit.

Erstellt: Sonntag, 29. August 2010 (13:09 Uhr)

Petit zog sich bei der Niederlage des FC in Bremen einen Nasenbeinbruch am Übergang zur Augenhöhle zu. Das ergab eine Untersuchung am Sonntagmorgen in Köln. Der Mittelfeldspieler des FC bekam in Bremen einen Ellbogenschlag (Tätlichkeit?) von Pizzaro ins Gesicht und musste danach minutenlang behandelt werden. Nach dem Spiel war zunächst von Verdacht auf Jochbeinbruch die Rede.

Trotz der Verletzung wird Petit nach einer Mitteilung des FC bereits am kommenden Dienstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen können. Damit sollte der Portugiese nicht für das Spiel gegen St. Pauli ausfallen.

(Noch) kein Grund zur Panik.

Erstellt: Sonntag, 29. August 2010 (10:12 Uhr)

Der Fehlstart des FC in die neue Saison ist perfekt: Eine Woche nach der Auftaktniederlage gegen Kaiserslautern gab es gestern auch in Bremen nichts zu holen für den FC. Dennoch gibt es aus meiner Sicht keinen Grund zur Panik – zumindest noch nicht. Warum? Deshalb:

Auftakt gegen zwei echte Angstgegner.

Kaiserslautern und Bremen gehören zu den größten Angstgegnern des FC in den vergangenen Jahren: Gegen Kaiserslautern war für den FC seit 1989 weder in Heim- noch in Auswärtsspielen (mit einer einzigen Ausnahme…) nichts zu holen. Zwar war die Konstellation in diesem Jahr günstig – Heimspiel gegen einen Aufsteiger – aber warum sollte die Serie ausgerechnet jetzt reißen?! Die unglückliche Schiedsrichterentscheidung in der zweiten Minute tat dann ihr übriges. Ähnlich verhält es es sich mit den Bremern. Zwar konnte der FC in den Heimspielen die Punkte zumeist ganz oder teilweise behalten, auswärts dagegen gibt es in aller Regel nichts zu holen. Auch hier die Frage: Warum sollte sich das ausgerechnet jetzt ändern? Zur Erinnerung: Bremen nimmt in dieser Saison an der Champions-League teil und gehört sicherlich nicht zu den Teams, die sich auf Augenhöhe mit dem FC bewegen. Und weil das so ist, sind null Punkte aus den ersten beiden Spielen zwar ärgerlich, aber ganz überraschend kommt das nicht.

Blick zurück – und auf den Spielplan.

Und ein Blick auf die letzte FC-Saison zeigt, dass man auch mit null Punkten noch eine akzeptable Saison spielen kann. Auch im letzten Jahr startete der FC mit zwei Niederlagen in die Saison und geriet dennoch nie in ernsthafte Abstiegsgefahr. Und das, obwohl es der Spielplan in der vergangenen Saison nicht wirklich gut mit dem FC meinte. Das ist in diesem Jahr anders: Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe (oder vermeintlich darunter…) wechseln sich zumeist mit Spielen gegen stärkere Gegner ab. Das kann Fluch und Segen zugleich sein – damit ist eine Serie von mehreren Siegen möglicherweise ausgeschlossen, andererseits kann man Niederlagen eventuell schnell wieder vergessen machen (viele Ausrutscher sollte man sich aber nicht leisten).

Und jetzt?

Klar ist aber, dass es im nun folgenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli keine Alternative zu drei Punkten gibt. Und die Vorzeichen stehen günstig: St. Pauli ist im eigenen Stadion ein gern gesehener Gast, konnte erst zweimal in Köln gewinnen und verlor die letzten acht Spiele gegen den FC allesamt! Danach geht es zu den Bayern, wo der FC wiederum kein allzu gern gesehener Gast ist und noch keine Niederlage in der neuen Allianz-Arena hinnehmen musste. Warum also sollte dem FC nicht auch in diesem Jahr zumindest ein Punktgewinn bei den Bayern gelingen? Danach geht es allerdings zu den ach so ’sympathischen’ Mainzern, wo der FC in der Vergangenheit nicht wirklich gut ausgesehen hat…

Auch wenn das alles vielleicht nach ‘Schönreden’ klingt – momentan gibt es noch keinen Grund zur Panik. Die wird aber ganz sicher dann aufkommen, sollte dem FC gegen St. Pauli kein Sieg gelingen. Denn spätestens dann wird der Gegenwind für Trainer Zvonimir Soldo stärker, um den Manager Michael Meier derzeit noch “keine Diskussion” aufkommen lassen will.

Zweite Niederlage: FC verliert in Bremen.

Erstellt: Samstag, 28. August 2010 (17:45 Uhr)

Der FC kassierte am Samstagnachmittag die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel. Die Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo unterlag beim Champions-League-Teilnehmer Werder Bremen mit 2:4 und rutscht damit nach zwei Spieltagen auf den letzten Tabellenplatz ab. Der FC musste dabei auf seine beiden Stamm-Innenverteidiger verzichten – anstelle von Mohamad (Rotsperre) und Geromel (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) begannen Pezzoni und McKenna. Und die Schwächen in der Defensive des FC waren in Bremen nicht zu übersehen – allerdings darf man auch nicht vergessen, dass die Bremer ganz sicher nicht zu den Mannschaften gehören, denen der FC in dieser Saison auf Augenhöhe begegnet. So war die Niederlage in Bremen auch durchaus verdient, wenngleich sie erneut durch eine “Kann-Entscheidung” des Schiedsrichters eingeleitet wurde…

(weiterlesen…)

Stollenwerkelf gewinnt ‘auf Schalke’.

Erstellt: Dienstag, 24. August 2010 (21:56 Uhr)

Das angekündigte Testspiel des FC am Dienstagabend entpuppte sich als Begegnung der Stollenwerkelf: Vor 15.000 Zuschauern in der Veltins-Arena setzte sich der FC mit 2:1 gegen Vizemeister FC Schalke 04 durch. Bei beiden Mannschaften kamen zahlreiche Spieler aus dem Bundesliga-Kader zum Einsatz – so standen beim FC mit Varvodic, Andrezinho, Matip, Mohamad, Giannoulis, Brosinski, Matuschyk, Ehret, Yalcin, Freis und Ionita sogar ausschließlich Spieler aus dem Kader von Zvonimir Soldo in der Startelf. Beide Tore zum verdienten FC-Sieg erzielte Sebastian Freis (10./42.), für die Gastgeber traf Kluge in der 50. Minute.

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