0:0 in Leverkusen.

Der FC kam am Samstagabend zu einem verdienten Punktgewinn beim rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen: Der Tabellenführer kam gegen den FC nicht über ein 0:0 hinaus! Der FC setzte dabei von Beginn an auf eine konzentrierte Defensivleistung und wirkte nach der Torflut der vergangenen Wochen endlich wieder so stabil wie über weite Strecken der Hinrunde. So fühlte sich das Unentschieden bei den in dieser Saison noch ungeschlagenen Leverkusenern für den FC auch wie ein Sieg an – erst recht, wenn man bedenkt, dass im Vorfeld der Begegnung fast ausschließlich über die Höhe des Leverkusener Sieges spekuliert wurde. Und auch erst recht, weil beim FC mit Maniche, Chihi, Pezzoni, Wome und Yalcin gleich fünf Spieler nicht zur Verfügung standen, was Kevin McKenna zu einem Einsatz von Beginn an und Adam Matuschyk zu seinem Bundesligadebüt verhalf.

Das Spiel verlief so, wie von den meisten erwartet: Der FC stand tief in der eigenen Hälfte, Leverkusen versuchte die Kölner Defensive mit spielerischen Mitteln zu knacken. Bis auf einen Kopfball von Hyypiä, den Faryd Mondragon gerade noch von der Linie kratzen konnte (13.), sprangen für die Leverkusener aber keinerlei Chancen heraus. Das lag in erster Linie an der taktisch klug organisierten FC-Elf, die den Gastgebern keinen Platz für ihr gefährliches Kombinationsspiel ließ. Auf der anderen Seite versuchte der FC bei Ballgewinnen schnell zu kontern, was nach 33 Minuten fast den Kölner Führungstreffer zur Folge hatte: Schorch schickte Freis mit einem ganz starken 50-Meter-Pass auf die Reise und der ehemalige Karlsruher scheiterte letztlich frei vor Bayer-Keeper Rene Adler. Danach war der FC wieder besser im Spiel und störte mehr und mehr den Spielrhythmus der Gastgeber, so dass es mit dem verdienten 0:0 in die Pause ging.

Auch im zweiten Durchgang waren die Leverkusener die tonangebende Mannschaft. Aber auch in der zweiten Halbzeit reichte es nur für eine wirklich gefährliche Torchance, als sich der eingewechselte Augusto auf der linken Abwehrseite gegen Matuschyk und Brecko durchsetzen konnte und mit seinem Schuss aus spitzem Winkel am erneut glänzend reagierenden Mondragon scheiterte (). Ansonsten ließ der FC keine Gefahr zu und nahm dem Favoriten mit zunehmender Spieldauer die Lust am Spiel – so operierten die hochgelobten Leverkusener in der Schlussphase zumeist mit langen hohen Bällen, die die FC-Abwehr nicht wirklich vor Probleme stellten – das optische Übergewicht der Gastgeber verpuffte in der Wirkungslosigkeit… Und mit etwas Glück wäre für den FC am Ende sogar noch mehr drin gewesen: Erneut wurde Freis im Strafraum freigespielt und konnte erst in letzter Sekunde von Vidal gestoppt werden – manch anderer Schiedsrichter hätte bei der Aktion gegen Freis vermutlich sogar auf Elfmeter entschieden… Aber das wäre des Guten dann doch etwas zu viel gewesen.

Am Ende stand beim FC erstmals in der Rückrunde wieder die “Null” – der Favorit wurde geärgert und biss sich trotz drückender Überlegenheit die Zähne an der Kölner Abwehr aus. Die Leverkusener Überlegenheit lässt sich natürlich auch in Zahlen ablesen:

  • Ballbesitz: 63% : 37%
  • Torschüsse: 12 : 2
  • Flanken: 25 : 2
  • Ecken: 4 : 0

Doch Fußball ist und bleibt ein Ergebnissport und so hat sich der FC mit seiner zurückgewonnen Stabilität in der Defensive den Punkt hart erarbeitet und letztlich auch verdient. Die Bayern können also kommen!

So spielte der FC:
Mondragon – Schorch, Geromel, Mohamad, Brecko – Petit, McKenna – Freis (89. Ehret), Matuschyk – Novakovic, Podolski