Für den FC war das 0:0 in Leverkusen ein gefühlter Sieg, für die Leverkusener eine gefühlte Niederlage. Erst recht nachdem die Bayern am Sonntagabend ihr Heimspiel gegen Hamburg gewonnen haben und nun die Tabellenführung übernehmen konnten.
Der FC hat dem Rhein-Rivalen also kräftig in die (Meisterschafts-)Suppe gespuckt. Wohl zu kräftig für manchen Leverkusener. So beschwerte sich Rudi Völler bei “Sport Bild online” über die Spielweise des FC:
“Es lag nicht an uns, dass das Spiel kein Leckerbissen wurde. Die Kölner feiern das 0:0, als ob sie gerade Weltmeister geworden sind. Da sieht man doch die Ansprüche der beiden Klubs.”
Und auch die Leverkusener Spieler ließen kein gutes Haar an der disziplinierten Defensivleistung des FC. Toni Kroos, der gegen den FC über die gesamte Spielzeit komplett abgemeldet war, meinte: “ Die stellen sich mit elf Mann hinten rein. Andere Mittel haben die nicht.” Kießling, von dem praktisch keine Torgefahr ausging, sprach von einer “Viererkette hintendrin” und einer “Sechserkette” davor…
Vielleicht sollten die Leverkusener aber auch vor ihrer eigenen Tür kehren – schließlich war das hochgelobte Ensemble von Trainer Jupp Heynckes ganz allein nicht dazu in der Lage, die FC-Abwehr mit spielerischen Mitteln oder ganz simpel bei Standardsituationen zu knacken. Vielleicht hätte man sich im Vorfeld aber auch nur mehr auf den Gegner konzentrieren und nicht nur über die Höhe des geplanten Sieges diskutieren sollen. Dann müsste man jetzt vielleicht kein schlechter (gefühlter) Verlierer sein…
Was haben die schließlich erwartet… es war die richtige Taktik zur richtigen Zeit… und am Ende ein schöner Punkt
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