Der Fehlstart des FC in die neue Saison ist perfekt: Eine Woche nach der Auftaktniederlage gegen Kaiserslautern gab es gestern auch in Bremen nichts zu holen für den FC. Dennoch gibt es aus meiner Sicht keinen Grund zur Panik – zumindest noch nicht. Warum? Deshalb:
Auftakt gegen zwei echte Angstgegner.
Kaiserslautern und Bremen gehören zu den größten Angstgegnern des FC in den vergangenen Jahren: Gegen Kaiserslautern war für den FC seit 1989 weder in Heim- noch in Auswärtsspielen (mit einer einzigen Ausnahme…) nichts zu holen. Zwar war die Konstellation in diesem Jahr günstig – Heimspiel gegen einen Aufsteiger – aber warum sollte die Serie ausgerechnet jetzt reißen?! Die unglückliche Schiedsrichterentscheidung in der zweiten Minute tat dann ihr übriges. Ähnlich verhält es es sich mit den Bremern. Zwar konnte der FC in den Heimspielen die Punkte zumeist ganz oder teilweise behalten, auswärts dagegen gibt es in aller Regel nichts zu holen. Auch hier die Frage: Warum sollte sich das ausgerechnet jetzt ändern? Zur Erinnerung: Bremen nimmt in dieser Saison an der Champions-League teil und gehört sicherlich nicht zu den Teams, die sich auf Augenhöhe mit dem FC bewegen. Und weil das so ist, sind null Punkte aus den ersten beiden Spielen zwar ärgerlich, aber ganz überraschend kommt das nicht.
Blick zurück – und auf den Spielplan.
Und ein Blick auf die letzte FC-Saison zeigt, dass man auch mit null Punkten noch eine akzeptable Saison spielen kann. Auch im letzten Jahr startete der FC mit zwei Niederlagen in die Saison und geriet dennoch nie in ernsthafte Abstiegsgefahr. Und das, obwohl es der Spielplan in der vergangenen Saison nicht wirklich gut mit dem FC meinte. Das ist in diesem Jahr anders: Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe (oder vermeintlich darunter…) wechseln sich zumeist mit Spielen gegen stärkere Gegner ab. Das kann Fluch und Segen zugleich sein – damit ist eine Serie von mehreren Siegen möglicherweise ausgeschlossen, andererseits kann man Niederlagen eventuell schnell wieder vergessen machen (viele Ausrutscher sollte man sich aber nicht leisten).
Und jetzt?
Klar ist aber, dass es im nun folgenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli keine Alternative zu drei Punkten gibt. Und die Vorzeichen stehen günstig: St. Pauli ist im eigenen Stadion ein gern gesehener Gast, konnte erst zweimal in Köln gewinnen und verlor die letzten acht Spiele gegen den FC allesamt! Danach geht es zu den Bayern, wo der FC wiederum kein allzu gern gesehener Gast ist und noch keine Niederlage in der neuen Allianz-Arena hinnehmen musste. Warum also sollte dem FC nicht auch in diesem Jahr zumindest ein Punktgewinn bei den Bayern gelingen? Danach geht es allerdings zu den ach so ‘sympathischen’ Mainzern, wo der FC in der Vergangenheit nicht wirklich gut ausgesehen hat…
Auch wenn das alles vielleicht nach ‘Schönreden’ klingt – momentan gibt es noch keinen Grund zur Panik. Die wird aber ganz sicher dann aufkommen, sollte dem FC gegen St. Pauli kein Sieg gelingen. Denn spätestens dann wird der Gegenwind für Trainer Zvonimir Soldo stärker, um den Manager Michael Meier derzeit noch “keine Diskussion” aufkommen lassen will.