Mit neuem Personal gegen St. Pauli?

Nach den beiden Niederlagen zum Start in die neue Saison sollte FC-Trainer Zvonimir Soldo seine Mannschaft im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mehr oder weniger komplett umstellen. Denn bei allen Widrigkeiten in den ersten Spielen (Stichwort Schiedsrichter und Angstgegner…) waren die Schwachstellen im FC-Spiel nicht zu übersehen. Und durch die Neuverpflichtungen in der Sommerpause gibt es, im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, endlich die notwendigen Alternativen, um auch vermeintlich sicher gesetzte Spieler einmal draußen zu lassen.

Abwehr.

Die ersten beiden Spiele haben – natürlich unter dem Eindruck der fehlenden etatmäßigen Innenverteidigung! – die Schwächen in der FC-Defenisve schonungslos aufgedeckt. Hier sollte ein nahezu kompletter Wechsel stattfinden. Miso Brecko war in Bremen an zwei Gegentoren beiteiligt und hat sich eine Pause verdient – für ihn sollte Andrézinho ins Team rücken. Auch die Innenverteidigung Pezzoni / McKenna war nicht frei von Fehlern – für den wieder gesenenen Geromel sollte Pezzoni weichen und auch auf der linken Seite sollte es einen Wechsel geben. Bei allen bekannten Defiziten die Fabrice Ehret im Defensivverhalten bisweilen mitbringt – im Spiel nach vorne kann er für den FC im derzeitigen 4-3-1-2-System sehr wichtig werden. Da Stephan Salger ebenfalls nicht frei von Fehlern war und er bei seinen ersten Einsätzen Lehrgeld zahlen musste, sollte man ihn nicht frühzeitig verheizen und Ehret an seiner Stelle ins Team nehmen.

Mittelfeld.

Die Dreierreihe im Mittelfeld scheint zwar gesetzt, dennoch sollte auch hier gewechselt werden. Offensichtlich waren in den ersten beiden Spielen die Schnelligkeits-Defizite im FC-Mittelfeld. Abhilfe könnte hier eine Hereinnahme von Adam Matuschyk schaffen, der in der vergangenen Saison an der Seite von Petit reifen konnte und seine Entwicklung nun fortsetzten muss! Für Matuschyk könnte Jajalo auf die Position von Yalcin rücken, dessen Start in die Saison unter keinem guten Stern stand. Gegen Kaiserslautern war der Neu-U21-Nationalspieler ein Opfer der Taktik nach dem frühen Platzverweis, in Bremen konnte er nicht an seine guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen – im Gegensatz zu Mato Jajalo, der in beiden Spielen gute Szenen hatte.

Angriff.

Lukas Podolski ist gesetzt und zeigte in beiden Saisonspielen aufsteigende Form im Vergleich zur letzten Saison. In Bremen war der Nationalspieler der auffälligste Offensivakteur des FC, während Sturmpartner Milivoje Novakovic komplett untertauchte und zurecht ausgewechselt wurde. Anstelle von Novakovic sollte Sebastian Freis eine Chance von Beginn an erhalten – der ehemalige Karlsruher spielte eine starke Vorbereitung um konnte zuletzt beim Testspiel der Stollenwerkelf gegen Schalke 04 mit zwei Toren überzeugen. Zudem gibt Freis immer alles für den FC und überzeugt mit großer Lauf- und Einsatzbereitschaft – Eigenschaften, die man bei Novakovic leider viel zu selten zu sehen bekommt.

Unter dem Strich würde das fünf Änderungen in der Startelf gegenüber dem Spiel des FC in Bremen bedeuten – auf dem Papier sieht die veränderte Mannschaft aber nicht schwächer aus. Im Gegenteil. Und bei allem Respekt vor dem kommenden Gegner: Wann, wenn nicht gegen St. Pauli sollte man eine veränderte Aufstellung testen?! Vor allem auch im Hinblick auf das dann folgende Auswärtsspiel bei den Bayern…

Aus meiner Sicht könnte die Startelf des FC gegen St. Pauli also so aussehen:

Ein Gedanke zu “Mit neuem Personal gegen St. Pauli?

  1. Pingback: Lukas Podolski – Kein Mann für starke Gegner | deinfussball.de