Alles wie gehabt: FC verliert in Nürnberg.

Auch unter dem neuen Trainer Frank Schaefer kann der FC auswärts nicht gewinnen: Am Samstagnachmittag unterlag der FC beim 1.FC Nürnberg mit 1:3 und erlitt dabei leistungsmäßig einen heftigen Rückfall im Vergleich zu den ersten beiden Begegnungen unter Schaefer. So erinnerte das Spiel stark an die Auswärts-Auftritte unter Ex-Trainer Zvonimir Soldo. Die Situation hat sich nach der Befreiung gegen Hamburg nun wieder zugespitzt: Mit acht Punkten hängt der FC weiter tief im Tabellenkeller fest und ist nun am kommenden Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach zum Sieg verdammt!

Das Spiel in Nürnberg begann auf beiden Seiten äußerst mäßig und der Gegner nutzte die erste sich bietende Möglichkeit zur Führung – natürlich mit großzügiger Unterstützung der Kölner Defensive. Hegeler konnte vom rechten Strafraumeck unbedrängt abziehen und der Ball senkt sich – typisch für die derzeitige Situation – unhaltbar ins lange Eck (11.). Wie schon in Hannover geriet der FC durch einen Sonntagsschuss früh in Rückstand, wie schon in Hannover wurde der Torschütze nicht angegriffen und konnte in aller Ruhe zum Torschuss ansetzen. Allerdings zeigte sich der FC vom Rückstand wenig beeindruckt und konnte nur kurze Zeit später ausgleichen: Geromel traf nach einem Eckball zum 1:1 (17.). Danach zog sich der FC tief in die eigene Hälfte zurück und ließ die Gastgeber kommen. Dadurch wurde das Kombinationsspiel der Franken zwar unterbunden, eigene Konter oder gefährliche Szenen gab es allerdings nicht. So kam es wie es kommen musste: Kurz vor der Pause gingen die Nürnberger erneut in Führung. Nach einer gelungenen Kombination und Flanke von der linken Seite traf Gündogan per Kopf zum 2:1 (39.). Erneut sah die Kölner Defensive nicht gut aus: Geromel und Mohamad boten dem Torschützen allenfalls Geleitschutz und griffen sieben Meter vor dem Tor nicht ein. Danach hatte der FC Glück, dass Salger einen Volleyschuss von Hegeler von der Linie kratzen konnte und der FC nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der FC dann direkt zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Aber weder Novakovic nach einer Ecke von Podolski (48.) noch Ehret mit einer schönen Direktabnahme (52.) konnten den Ball im Tor unterbringen – beide Male hielt Nürnbergs Torhüter Schäfer glänzend. Auf der anderen Seite hatte die Nürnberger eien gute Chance, als Pinola mit einem abgefälschten 20-Meter-Schuss an FC-Keeper Varvodic scheiterte (54.). Danach nahm der FC mehr und mehr das Heft in die Hand und agierte phasenweise drückend überlegen. (Gute) Tormöglichkeiten freilich blieben Mangelware, einzig bei Standardsituationen war der FC gefährlich. Mit zunehmender Spieldauer nahm jedoch die Kölner Überlegenheit wieder ab und das Spiel plätscherte ohne große Höhepunkte dem Ende entgegen. Den Schlusspunkt setzten dann wieder die Gastgeber, die einen Konter zur endgültigen abschließen konnten – Schieber traf zum 1:3 (90.). Möglich wurde dieser Konter durch einen Abspielfehler im Mittelfeld von FC-Kapitän Mohamad, der vielleicht sein schwächstes Spiel im FC-Trikot überhaupt ablieferte.

So spielte der FC:
Varvodic – Brecko, Mohamad, Geromel, Salger (81. Terodde) – Lanig (58. Jajalo), Matuschyk – Clemens (73. Yalcin), Podolski, Ehret – Novakovic

Tore:
1:0 Hegeler (11.), 1:1 Geromel (17.), 2:1 Gündogan (39.), 3:1 Schieber (90.)

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