Der FC befindet sich weiter im Abwärtsstrudel und ist endgültig im Abstiegskampf angekommen: Stark ersatzgeschwächt kassierte die Mannschaft von Trainer Stale Solbakken am Samstagnachmittag eine 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen – damit schmilzt der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf jetzt nur noch vier Punkte.
Stale Solbakken schickte seine Elf mit dem letzten Aufgebot ins Spiel: Neben den gesperrten Brecko und Peszko standen Jemal, Geromel, Sereno, Pezzoni, Chihi und Petit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. So musste Martin Lanig erstmals in der Innenverteidigung ran und Andrezinho stand erstmals seit Oktober wieder auf dem Platz – immerhin stand Lukas Podolski nach überstandener Bänderverletzung wieder im Team. Mit dieser Not-Elf sah sich der FC dann auch erwartungsgemäß von Beginn an Leverkusener Druck gegenüber – die Kölner zeigten sich zwar sehr einsatzfreudig, hatten dem Favoriten aber nicht wirklich etwas entgegenzusetzen. So war der recht frühe Rückstand durch Bender nach einem Eckball (16.) nur die logische Folge. Danach kam der FC aber besser ins Spiel und kam selbst zu Chancen. Und hätte Schiedsrichter Brych genau hingesehen, hätte der FC nach einer guten halben Stunde einen Elfmeter bekommen müssen: Der Leverkusener Torwart Bernd Leno räumte Podolski von hinten um – der fällige Pfiff blieb aus. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs kam dann Chong Tese zu seinem ersten Einsatz für den FC – er kam für Milivoje Novakovic ins Spiel, der verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Und Tese führte sich gleich gut ein und hatte nur kurz nach Wiederanpfiff die erste Möglichkeit für den FC, der schwungvoll in die zweite Halbzeit startete. Doch die Kölner Hoffnungen auf eine Wende in diesem Spiel währten nicht lange: Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf erneut Bender für die Gäste – 0:2 (50.). Vorausgegangen war ein grober Fehler im Kölner Mittelfeld, der den Angriff der Leverkusener einleitete. Damit war die Begegnung praktisch entschieden. Zwar mühte sich die Kölner Not-Elf nach Kräften und zeigte eine kämpferisch gute Leistung, der qualitative Unterschied zwischen beiden Mannschaften war aber nicht zu übersehen. Immerhin konnte der FC eine höhere Niederlage verhindern und zog sich am Ende den Umständen entsprechend noch passabel aus der Affäre. Erwähnenswert ist noch das Debüt von Mitchell Weiser, der als jüngster Spieler in der Bundesliga-Geschichte des FC nach 75 Minuten für Mato Jajalo eingewechselt wurde.
So spielte der FC:
Rensing – Andrezinho, Lanig, McKenna, Eichner (88. Ishak) – Roshi, Jajalo (75. Weiser), Riether, Clemens – Podolski – Novakovic (46. Tese)
Tore:
0:1/0:2 Bender (16./50.)