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3:3! FC punktet auch gegen Hamburg.

Der FC bleibt in der Rückrunde weiter in der Erfolgsspur und holte den zehnten Punkt im vierten Spiel in diesem Jahr: Gegen den Hamburger SV holte die Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch ein 3:3 und hat nun bereits acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dabei musste der FC neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Fabrice Ehret und Lukas Podolski auch auf Maniche verzichten, der nach einem Todesfall in seiner Familie erst am Samstag in Köln zurückerwartet wurde. Dafür kehrte Milivoje Novakovic in die Startelf zurück, in der sich erstmals auch Neuzugang Zoran Tosic wiederfand.

Wie schon in den vergangenen Spielen ließ sich der FC erneut nicht von Gegentoren beeindrucken und spielte auch mit einem Rückstand unbeeindruckt nach vorne. Auffallend: Auch als die Mannschaft in der Schlussphase auf den Ausgleich drängte, blieb die berühmte “Brechstange” eingepackt – stattdessen setzte der FC auf spielerische Mittel und kam damit letztlich auch zum Erfolg. Dabei ließ sich das Soldo-Team auch von einem schwachen Schiedsrichter Weiner nicht aus dem Konzept bringen, der im Zweifel grundsätzlich gegen den FC entschied und einen vielversprechenden Freistoß in der Nachspielzeit aus Gründen, die er wohl nur selber kennt, nicht mehr ausführen ließ.

Das Spiel selbst begann dann mit einem Fehlstart für den FC: Bereits nach zwei Minuten brachte Nationalspieler Marcell Jansen die Hamburger in Führung und profitierte dabei von einem kollektiven Fehlverhalten in der Kölner Hintermannschaft. Nach einem Ballverlust von Wome, der von Mohamad in eine brenzlige Situation gebracht wurde, kam Petric aus spitzem Winkel zum Schuss, Mondragon konnte den Ball nicht festhalten und Jansen staubte aus kurzer Distanz ab – 0:1. In der Folge hatte der FC dann zunächst Glück, dass Mathijsen (6.) oder Berg (7.) für den HSV nicht erhöhen konnte, kam dann aber immer besser ins Spiel. So setzte Novakovic die erste Möglichkeit für den FC knapp neben das Tor (9.) und Sebastian Freis scheiterte im letzten Moment an Frank Rost im Hamburger Tor (17.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Sebastian Freis, der nach einem starken Pass von Petit an Rost scheiterte (17.). Beide Mal hieß der Vorbereiter Petit, der heute eine starke Leistung zeigte. Petit war es dann auch, der den Ausgleich einleitete: Der Portugiese brachte eine Freistoß-Flanke in den Strafraum und Mohamad köpfte den Ball zum 1:1 in die Maschen (31.). Nur fünf Minuten später gab es allerdings die kalte Dusche für den FC: Jansen flankte nach einem Ballgewinn gegen Tosic von der rechten Seiten nach innen und Petric allein vor Mondragon auftauchte und zum 1:2 einschoss (35.), was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.

Auch der zweite Durchgang begann mit einem Fehlstart für den FC: Nach einer Flanke Aogo bekam Pedro Geromel den Ball an die Hand und Schiedsrichter Weiner entschied auf Elfmeter für den HSV – eine höchst umstrittene Entscheidung, denn die Hand von Geromel ging nicht unnatürlich zum Ball. Petric war’s egal – der Hamburger Stürmer ließ Mondragon keine Chance und erhöhte auf 1:3 (50.). Der FC zeigte sich jedoch unbeeindruckt und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch im Rhein-Energie-Stadion, bei dem der HSV zwar zunächst die besseren Chancen hatte, der FC aber mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel übernahm. Pezzoni (61.) und Novkovic (63.) wurden von Tosic in Szene gesetzt, konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Besser machte es Novakovic dann in der 75. Minute: Der slowenische Nationalspieler zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer ins Netz und brachte den FC zurück ins Spiel – nur noch 2:3! Der FC drängte nun mit Macht auf den Ausgleich – versuchte dabei aber stets mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen und verzichtete auf die berühmt-berüchtigte Brechstange mit langen Bällen. Und der Kölner Druck wurde belohnt: Adil Chihi schloss eine schöne Kombination mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ab, der Ball wurde von Rozehnal abgefälscht und flog dadurch unhaltbar in die Maschen – 3:3 (88.). Ein gefühlter Sieg für den FC!

So spielte der FC:
Mondragon – Brecko, Geromel, Mohamad, Wome – Petit, Pezzoni – Chihi, Tosic (90. Schorch) – Novakovic, Freis (89. Brosinski)

Tore:
0:1 Jansen (2.), 1:1 Mohamad (31.), 1:2 Petric (36.), 1:3 Petric (50./Handelfmeter), 2:3 Novakovic (75.), Chihi (88.)

Dieser Beitrag wurde am Samstag, 6. Februar 2010 um 22:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Bundesliga & Pokal abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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1 Kommentar

  1. [...] fcfp.de Van Nistelrooys Hoffnung, in den drei Minuten nach seiner Einwechslung, “vielleicht eine Chance zu bekommen”, erfüllte sich zwar nicht, nur den Anstoß nach dem späten Ausgleich durfte er noch ausführen, aber der Holländer war hiermit im Spielgeschehen der Bundesliga angekommen. [...]

    Pingback: Eine Frage der Moral | Spielfeldrand - Das Magazin – 08. Februar 2010 @ 14:03

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