Heute kehrt der FC aus seinem Trainingslager in Belek zurück, in einer Woche steht dann bereits das erste Rückrundenspiel in Kaiserslautern auf dem Programm. Ob die kurze Vorbereitung erfolgreich war, das wird sich erst dann zeigen – schon jetzt ist allerdings klar, dass beim FC selten so zielgerichtet in Sachen Transfers gearbeitet wurde, wie in diesem Winter.
Zwar sind die Schwachstellen im Kader schon seit (sehr) langer Zeit bekannt, gehandelt wurde aber erst jetzt – und die geholten Spieler entsprechen dabei so gar nicht dem üblichen Beuteschema einer Winterpause. Zwar könnten sich alle verpflichteten Spieler als ‘Wundertüten’ entpuppen, die Wahrscheinlichkeit hierfür scheint dieses Mal aber so gering wie selten. Alle vier haben das Potenzial, um dem FC aus dem Stand weiterhelfen zu können, um so am Ende den Klassenerhalt zu schaffen:
Michael Rensing ist zwar in München gescheitert, über sein Talent und Können gibt es aber im Grunde keine zwei Meinungen. Und bei den Bayern sind schließlich schon ganz andere Spieler gescheitert. Entscheidend wird sein, wie Rensing seine Rolle beim Abstiegskandidaten in Köln annimmt – die ersten Eindrücke sind jedenfalls positiv. Als Problem könnte sich allerdings die mangelnde Spielpraxis in den vergangenen Monaten entpuppen…
Selbiges gilt auch für Christian Eichner, der in Hoffenheim zuletzt nicht zu den gesetzten Spielern gehörte. Allerdings dürfte er auf der linken Abwehrseite eine deutliche Verbesserung zu Stephan Salger und Fabrice Ehret darstellen – und das deutete er bei seinen ersten Einsätzen beim Antalya-Cup bereits an.
Die beiden anderen Neuverpflichtungen Tomoaki Makino und Slawomir Peszko können sich über mangelnde Spielpraxis nicht beklagen. Beide kommen als unumstrittene Stammspieler in ihren Vereinen und sind zudem aktuelle Nationalspieler in ihren Ländern! Sollten beide die Erwartungen auch nur im Ansatz erfüllen, könnte dem FC eine durchaus erfolgreiche Rückrunde bevorstehen, an deren Ende der Klassenerhalt steht. Einziges Problem: Makino nimmt im Januar noch mit Japan am Asien-Cup teil und stößt voraussichtlich erst im Februar zum FC.
Vielleicht klingt das Ganze nun eine Spur zu optimistisch – unterm Strich hat der FC-Kader aber deutlich an Qualität zugelegt und Trainer Frank Schaefer hat nun mehrere Optionen sowohl was die personelle Besetzung, als auch was die taktische Möglichkeiten angeht. Nach den Eindrücken der beiden Testspiele in der Türkei könnte die Startelf für das Kaiserslautern-Spiel so aussehen:

Nimmt man die Eindrücke aus den Testspielen zum Maßstab, ist Matuschyk an der Seite von Petit wohl gesetzt. Heißt: Martin Lanig und Mato Jajalo, beide galten in der Hinrunde als Hinrunde eigentlich als ‘gesetzt’, duellieren sich um die zentrale Position hinter Stürmer Milivoje Novakovic. Möglicherweise rückt aber auch Clemens auf eine der beiden Außenpositionen und Podolski in die Mitte… In der Innenverteidigung ist Kevin Pezzoni offenbar erster Kandidat bei einem Ausfall von Ex-Kapitän Youssef Mohamad, der in der Türkei nach einem Infekt nicht zum Einsatz kam.