Erst drei Siege in Leverkusen.

Der FC muss am 15. Spieltag der Bundesliga am kommenden Sonntag bei Bayer Leverkusen antreten. Die Mannschaft von Trainer Heynckes steht derzeit auf Rang drei in der Bundesliga und ist dementsprechend klarer Favorit im Spiel gegen den FC. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man einen Blick auf die bisherige Bilanz des FC in Leverkusen wirft… So konnte der FC von bislang 25 Spielen in Leverkusen nur drei (!) gewinnen, zehn Mal endete die Begegnung Unentschieden, 12 Mal hieß der Sieger Bayer Leverkusen. Das Torverhältnis spricht mit 22:43 ebenfalls eine deutliche Sprache. Dennoch reist der FC nicht chancenlos zum Nachbarn: Erstens hat der FC zuletzt gegen favorisierte Mannschaften häufig gut ausgesehen, zweitens gelten in Derbys oft eigene Gesetze…

In der letzten Saison reiste der FC unter ähnlichen Voraussetzungen wie dieses Mal an – auch damals waren die Leverkusener klarer Favorit und vor dem Spiel souveräner Tabellenführer der Bundesliga. Der FC machte der überheblichen Werkself aber damals einen Strich durch die Rechnung und stieß Leverkusen mit einem 0:0-Unentschieden vom ersten Tabellenplatz! Danach erwiesen sich die Leverkusener übrigens als extrem schlechte ‘Verlierer’ und ließen in den Medien kein gutes Haar an der defensiven Spielweise des FC. Und sind wir ehrlich: Gegen eine ähnliche Berichterstattung wäre auch dieses Mal nichts einzuwenden!

Alle Bundesliga-Ergebnisse des FC gegen Leverkusen gibt’s in der FC-History bei fcfp.de!

Schlechter “Verlierer”?

Für den FC war das 0:0 in Leverkusen ein gefühlter Sieg, für die Leverkusener eine gefühlte Niederlage. Erst recht nachdem die Bayern am Sonntagabend ihr Heimspiel gegen Hamburg gewonnen haben und nun die Tabellenführung übernehmen konnten.

Der FC hat dem Rhein-Rivalen also kräftig in die (Meisterschafts-)Suppe gespuckt. Wohl zu kräftig für manchen Leverkusener. So beschwerte sich Rudi Völler bei “Sport Bild online” über die Spielweise des FC:

“Es lag nicht an uns, dass das Spiel kein Leckerbissen wurde. Die Kölner feiern das 0:0, als ob sie gerade Weltmeister geworden sind. Da sieht man doch die Ansprüche der beiden Klubs.”

Und auch die Leverkusener Spieler ließen kein gutes Haar an der disziplinierten Defensivleistung des FC. Toni Kroos, der gegen den FC über die gesamte Spielzeit komplett abgemeldet war, meinte: “ Die stellen sich mit elf Mann hinten rein. Andere Mittel haben die nicht.” Kießling, von dem praktisch keine Torgefahr ausging, sprach von einer “Viererkette hintendrin” und einer “Sechserkette” davor…

Vielleicht sollten die Leverkusener aber auch vor ihrer eigenen Tür kehren – schließlich war das hochgelobte Ensemble von Trainer Jupp Heynckes ganz allein nicht dazu in der Lage, die FC-Abwehr mit spielerischen Mitteln oder ganz simpel bei Standardsituationen zu knacken. Vielleicht hätte man sich im Vorfeld aber auch nur mehr auf den Gegner konzentrieren und nicht nur über die Höhe des geplanten Sieges diskutieren sollen. Dann müsste man jetzt vielleicht kein schlechter (gefühlter) Verlierer sein…

0:0 in Leverkusen.

Der FC kam am Samstagabend zu einem verdienten Punktgewinn beim rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen: Der Tabellenführer kam gegen den FC nicht über ein 0:0 hinaus! Der FC setzte dabei von Beginn an auf eine konzentrierte Defensivleistung und wirkte nach der Torflut der vergangenen Wochen endlich wieder so stabil wie über weite Strecken der Hinrunde. So fühlte sich das Unentschieden bei den in dieser Saison noch ungeschlagenen Leverkusenern für den FC auch wie ein Sieg an – erst recht, wenn man bedenkt, dass im Vorfeld der Begegnung fast ausschließlich über die Höhe des Leverkusener Sieges spekuliert wurde. Und auch erst recht, weil beim FC mit Maniche, Chihi, Pezzoni, Wome und Yalcin gleich fünf Spieler nicht zur Verfügung standen, was Kevin McKenna zu einem Einsatz von Beginn an und Adam Matuschyk zu seinem Bundesligadebüt verhalf.

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Unnötige Niederlage gegen Leverkusen.

Der FC kassierte am Samstagnachmittag die vierte Niederlage im siebten Saisonspiel: Das Team von Trainer Zvonimir Soldo unterlag Bayer Leverkusen vor 49.300 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Rhein-Energie-Stadion mit 0:1 und fällt damit in der Tabelle wieder auf einen Abstiegsplatz zurück. Der FC begann dabei mit der exakt derselben Anfangsformation wie beim Sieg in Stuttgart und dem Pokalerfolg gegen Wolfsburg, d. h. Ishiaku stand in der Startelf, während der wieder genesene Kapitän Milivoje Novakovic zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Den Treffer des Tages erzielte Nationalspieler Simon Rolfes in der 82. Minute, als er eine der wenigen nennenswerten Tormöglichkeiten zum äußerst glücklichen Sieg der Gäste nutzte – Leverkusen war der bislang schwächste FC-Gegner in dieser Saison. Negativer Höhepunkt des Spiels war ein Platzverweis gegen Maniche, der sich kurz vor Schluss zu einem Tritt gegen Vidal hinreißen ließ.

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Mit Ishiaku gegen Leverkusen.

Manasseh Ishiaku ist der große Gewinner der beiden letzten Spiele: Nachdem Trainer Zvonimir Soldo dem Nigerianer schon nach dem Sieg beim VfB Stuttgart eine gute Leistung attestierte, avancierte der Stürmer gegen Wolfsburg dank seiner beiden Tore zum Matchwinner. Damit scheint klar, dass Ishiaku auch beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen von Beginn an spielt und Milivoje Novakovic, der eigentlich wieder zur Verfügung steht, erst einmal auf der Bank Platz nehmen muss.

Dabei hatte Ishiaku bereits den Stempel des Fehleinkaufs inne – in den bisherigen 15 Monaten beim FC fiel er vor allem durch endlose Verletzungen und zuletzt durch Disziplinlosigkeiten auf. Nachdem er vor einigen Wochen aus dem Kader gestrichen wurde, da er zu spät zum Abschlusstraining kam, gab er allerdings im Training richtig Gas und nutzte seine beiden Chancen in der Startformation! Damit sorgt er doch noch für Konkurrenz im Angriff des FC – Kapitän Milivoje Novakovic jedenfalls, der noch ohne Saisontor dasteht, muss sich in nächster mächtig strecken, um in die erste Elf zurückzukommen.

Neben Novakovic steht auch Pierre Wome für das Spiel gegen Leverkusen wieder zur Verfügung. Damit kann Trainer Soldo, mit Ausnahme von Adil Chihi, wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen. Dennoch dürfte es im Vergleich zu den beiden letzten Spielen keine Veränderungen geben, so dass folgende Startelf wahrscheinlich ist: Mondragon – Schorch, Mohamad, Geromel, Brecko – Freis, Maniche, Petit, Ehret – Ishiaku, Podolski

Durchwachsene Heimbilanz gegen Leverkusen.

Nach dem Pokalfight gegen Wolfsburg geht es für den FC bereits am Samstag in der Bundesliga weiter. Dann trifft die Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo im Rhein-Energie-Stadion auf die Pokalverlierer von Bayer Leverkusen (Pokalaus in Kaiserslautern).

Gegen rheinischen Rivalen wartet der FC seit nunmehr sechs Heimspielen auf einen Sieg – zuletzt gab es zwei klare Niederlagen und dreimal hintereinander keinen FC-Treffer gegen Bayer (0:2, 0:3, 0:0). Den letzten Heimsieg gegen Leverkusen schaffte der FC in der Saison 1996/97: Damals gewann der FC am vorletzten Spieltag mit 4:0 und verhinderte so gerade noch den ersten Meistertitel der Gäste! Insgesamt ist die Heimbilanz des FC gegen Leverkusen positiv: Acht Siegen stehen fünf Niederlagen und 11 Unentschieden bei 43:31 Toren gegenüber.