Schaefer beerbt Solbakken – Absagen von Beiersdorfer und Stanislawski.

Nun also doch: Nach einigem Hin und Her trennte sich der FC am späten Donnerstagnachmittag von Trainer Stale Solbakken. Eine sehr bedauerliche Entwicklung: Ich halte Solbakken nach wie vor für einen sehr guten Trainer, dem ich durchaus den Neuaufbau des Teams in der neuen Saison zugetraut hätte. Aber wie seine Vorgänger scheiterte der Norweger an seiner Mannschaft und am Umfeld in Köln. In der aktuellen Saison und nach den schlimmen Niederlagen in der Rückrunde blieb dem FC wohl keine andere Wahl als die Trennung von Solbakken, um einen letzten Impuls im Kampf gegen den Abstieg zu setzen. Es ist der wohl letzte Schuss für den FC, nachdem die zuvor getroffenen Maßnahmen bedenklich wirkungslos verpufften. Vorwerfen darf man der Kölner Führung um Claus Horstmann allerdings, dass dieser Schritt erst jetzt kommt: Ein Trainerwechsel hätte vor dem Bremen-Spiel möglicherweise mehr bewirken können.

Nun darf sich also Frank Schaefer wieder beim FC versuchen. Der Mann, der in der vergangenen Saison für die Rekordserie im eigenen Stadion verantwortlich war. Aber auch der Mann, unter dessen Führung die Serie katastrophaler Klatschen begann – unter Schaefer unterlag der FC in der vergangenen Saison in drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen mit 2:6 in Hamburg, mit 1:5 in Mönchengladbach und mit 1:4 in Wolfsburg. Nun hat Schaefer die Chance, diesen Eindruck zu korrigieren. Wie in der vergangenen Saison steht im auch dieses Mal Dirk Lottner als Co-Trainer zur Seite. Hinzu kommt Stefan Engels als Team-Manager, was immer das bedeutet… Wer dann in der kommenden Saison den Schleudersitz auf der Kölner Bank übernehmen wird, ist derzeit noch völlig offen: Der in den Medien gehandelte Holger Stanislawski soll dem FC nach einer Meldung von ‘kicker online’ bereits eine Absage erteilt haben.

Apropos Absage: Auch Dietmar Beiersdorfer hat dem FC Presseberichten zufolge abgesagt und wird den Sportdirektor-Posten in Köln nicht übernehmen. Kandidat für die Position des Sportdirektors beim FC soll laut ‘Sky News HD’ nun Gerhard Poschner sein.

So aussichtslos und chaotisch die Lage rund um den FC nach dem heutigen Tag auch aussehen mag: Rein sportlich ist für den FC noch alles drin, auch wenn sich das schier unglaublich anhört. Angesichts des Restprogramms der anderen Mannschaften scheint ein Klassenerhalt zumindest nicht unmöglich – so könnte dem FC in die Karten spielen, dass es für Mönchengladbach, Freiburg und die Bayern um nicht mehr wirklich viel geht und dass es am letzten Spieltag zu einem direkten Duell der FC-Konkurrenten Augsburg und Hamburg kommt. Vielleicht sehe ich die Situation aber auch zu sehr durch die FC-Brille…

Restprogramm: 2 aus 4.

Das Feld der abstiegsbedrohten Mannschaften lichtet sich nach dem 30. Spieltag: Freiburg (2:1 in Berlin), Nürnberg (4:1 gegen Schalke 04) und Mainz konnten sich mit ihren Siegen ein Polster zulegen und haben nun 6 bzw. 7 Punkte Vorsprung auf den FC, der mit 29 Punkten auf dem Relegationsplatz steht. Damit läuft alles auf einen Vierkampf zwischen dem Berlin, dem FC, Augsburg (1:3 gegen Stuttgart) und Hamburg (0:4 in Hoffenheim) hinaus.

Beim Blick auf das Restprogramm kann einem nun Angst und Bange um den FC werden: Angesichts der kommenden Gegner scheint alles, was nicht Rang 17 oder 18 ist, bereits ein sehr gutes Ergebnis zu sein. Da Hertha BSC Berlin noch im eigenen Stadion auf den designierten Absteiger 1.FC Kaiserslautern trifft, könnte es für den FC sogar ein noch böseres Erwachen geben… In der aktuellen Verfassung kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der FC auch nur eines der vier letzten Spiele gewinnt.

Das komplette Restprogramm im Abstiegskampf im Überblick:

Witz-Elfer leitet Debakel in Mainz ein.

Es war mal wieder ein Abend zum Davonlaufen für den FC: Guter Beginn, Witz-Elfer, Münz-Wurf gegen Podolski und am Ende ein weiteres Debakel. Der FC ging am Dienstagabend mit 0:4 beim FSV Mainz 05 unter. Nach dieser erneuten Packung kann es für den FC in den verbleibenden vier Spielen nur noch darum gehen, irgendwie den Relegationsplatz zu halten und so den Klassenerhalt zu schaffen – mehr ist für diese Mannschaft in dieser Saison wohl nicht mehr drin. Angesichts der katastrophalen Tordifferenz wird es aber auch schwer genug, Rang 16 zu erreichen – die Hoffnung kann nur heißen, dass zwei andere Mannschaften noch schlechter sind: Kaiserslautern ist so gut wie weg, Berlin verlor am Dienstagabend gegen Freiburg. Und tatsächlich war die Berliner Niederlage noch das Beste an diesem Abend…

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FC heute Abend in Mainz…

Drei Tage nach dem Unentschieden gegen Bremen muss der FC heute Abend in Mainz antreten. Die Mainzer stehen aktuell mit 33 Punkten auf Platz 11 der Tabelle und stecken damit ebenfalls noch im Abstiegskampf – mit einem Sieg gegen den FC könnten die Mainzer jedoch einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Grund genug für den FC, die ‘hochsympathischen’ Mainzer heute zu schlagen und so bis auf einen Punkt an die Tuchel-Elf heranzukommen.

Allerdings macht die Bilanz des FC in Mainz wenig Hoffnung auf einen Sieg: Von bislang sieben Spielen in der ersten oder zweiten Bundesliga konnte der FC kein einziges gewinnen und die letzten fünf Spiele gingen allesamt verloren. Lediglich in den beiden ersten Duellen in Mainz konnte der FC einen Punkt mitnehmen. Beim letzten Spiel in Mainz unterlag der FC in der vergangenen Saison unter Trainer Zvonimir Soldo mit 0:2 – übrigens ebenfalls an einem Dienstagabend…

Alle Ergebnisse des FC gegen den FSV Mainz 05 gibt’s wie immer in der FC-History bei fcfp.de!

Das Restprogramm im Abstiegskampf.

Fünf Spieltage sind in der Bundesliga noch zu spielen und nach dem unnötigen Unentschieden gegen Bremen hängt der FC weiter im Tabellenkeller fest. Da auch die Konkurrenz an diesem Wochenende ohne Sieg blieb, rückte das Feld jedoch noch enger zusammen: Den Tabellenvorletzten Hertha BSC Berlin trennen gerade mal sechs Punkte vom Elften Mainz 05.

Bereits übermorgen kommt es zu zwei direkten Duellen im Abstiegskampf: Der FC ist zu Gast in Mainz, Hertha BSC Berlin trifft auf Freiburg. Auch die restlichen Spieltag bringen noch das eine oder andere direkte Duell unter den Abstiegskandidaten. Grund genug, einen Blick auf das Restprogramm zu werfen (die direkten Duelle sind rot markiert):

Auf den ersten Blick fällt kein besonders leichtes und kein besonders schweres Programm auf – die restlichen Spiele sind für alle Teams in etwa gleich schwer, wobei der FC (ebenso wie Freiburg) drei von fünf Spielen auswärts absolvieren muss. Der FC hat allerdings mit der schweren Hypothek der schlechtesten Tordifferenz zu kämpfen…

Übrigens: Den 1.FC Kaiserslautern habe ich bei allem Respekt in dieser Aufstellung weggelassen. Nüchtern betrachtet werden die Pfälzer wohl nicht mehr ernsthaft in den Abstiegskampf eingreifen können…

Nur Unentschieden gegen Bremen.

Der FC hängt weiter im Tabellenkeller fest: Die Mannschaft von Trainer Stale Solbakken zeigte sich zwar im Heimspiel gegen Werder Bremen stark verbessert im Vergleich zu den letzten Spielen, kam am Ende aber nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Damit bleibt der FC mit nun 29 Punkten auf dem Relegationsplatz, konnte den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze aber auf einen Punkt verkürzen.

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Wird’s ein Spieltag für den FC?

Gewinnt der FC heute Nachmittag gegen Bremen, könnte es ein richtig guter Spieltag für die Kölner werden. Die Voraussetzungen, die der Spielplan mit sich bringt, sind jedenfalls gut: So spielt der FC Augsburg bei den Bayern, Mainz in Stuttgart, Hamburg gegen Leverkusen und Berlin in Mönchengladbach. Freiburg und Nürnberg treffen im direkten Duell aufeinander. Es ist angerichtet – der FC muss die Gelegenheit jetzt nur noch nutzen!

FC gegen Bremen. Spiel der letzten Chance?

Nach einer wieder einmal äußerst unruhigen Woche geht es morgen für den FC in der Bundesliga weiter. Gegner im RheinEnergieStadion ist der SV Werder Bremen – eine Mannschaft, die sich derzeit ebenfalls nicht im Stimmungshoch befindet und den eigenen Zielen ebenfalls hinterher läuft. Und aus FC-Sicht könnten für das morgige Spiel unzählige der abgegriffenen Überschriften heraus gekramt werden: Ende oder Wende. Abstiegs-Endspiel. Viel Lärm um Nichts. Heiße Luft. Oder gerne auch passend zu Ostern: Gibt’s die Auferstehung gegen Bremen?

So oder so: Die am vergangenen Wochenende angekündigten “drastischen Maßnahmen” entpuppten sich bei schnellem Hinsehen allenfalls als moderate Anpassungen: Mit Milivoje Novakovic flog nur ein Stammspieler aus dem Kader (und das auch erstmal nur für das Bremen-Spiel…) – mit Petit, Pezzoni und dem mittlerweile verletzten Andrezinho (Kreuzbandriss) traf es dazu noch drei Reservisten. Ein Trainingslager, in das der FC in dieser Woche für zwei (!) Tage fuhr, ist ebenfalls alles andere als eine “drastische” Maßnahme. Ich persönlich hätte jedenfalls mehr erwartet – beispielsweise auch eine Denkpause für Spieler wie die seit Wochen unterirdisch agierenden Pesko oder Geromel. Letzterer bleibt übrigens Kapitän – zumindest dann, wenn er in der Startelf steht. Das teilte Trainer Stale Solbakken Anfang der Woche mit. Apropos Startelf: Vielleicht wird es da ja neben dem Fehlen von Novakovic die eine oder andere Änderung gegenüber den letzten Wochen geben. Ich könnte mir folgende Elf gut vorstellen:

Rensing – Brecko, McKenna, Jemal, Eichner – Roshi, Riether, Jajalo, Clemens – Ishak, Podolski

Vermutlich wird es so nicht kommen. Aber ich hoffe doch, dass Martin Lanig nicht von Beginn spielt – er machte in den Interviews zuletzt nicht den Eindruck, als hätte er begriffen worum es für den FC aktuell geht. Ich hoffe außerdem, dass Podolski nicht als alleinige Spitze aufläuft und Jajalo dahinter (wie schon oft in dieser Saison gesehen…). Man darf jedenfalls sehr gespannt sein, wie sich Stale Solbakken morgen entscheiden wird!

In jedem Fall ist das Spiel morgen die wohl letzte Chance für den FC, sich in dieser Saison noch einmal zurückzumelden: Gelingt gegen Bremen kein Sieg, sieht es zappenduster aus in Sachen Klassenerhalt. Dazu genügt zum einen natürlich ein Blick auf die aktuelle Tabelle, zum anderen ein Blick auf das Restprogramm, das dem Spiel morgen folgendes für den FC bereithält:

  • Mainz (A)
  • Mönchengladbach (A)
  • Stuttgart (H)
  • Freiburg (A)
  • München (H)

Nimmt den bisherigen Saisonverlauf und die Ergebnisse gegen diese Gegner aus der Vergangenheit, scheint der Abstieg des FC bereits jetzt mehr oder weniger besiegelt.

Einziger Lichtblick – neben der Hoffnung, dass die unter der Woche getroffenen Maßnahmen irgendwie greifen – ist die Heimbilanz des FC gegen Bremen: Gegen keinen Gegner aus der Bundesliga konnte der FC öfter im eigenen Stadion gewinnen, als gegen die Bremer! In Zahlen sieht das dann so aus:

  • 41 Spiele
  • 26 Siege, 9 Unentschieden, 6 Niederlagen
  • 92:48 Tore

Hoffnung macht auch ein Blick zurück auf die vergangene Saison: Auch damals stand der FC vor dem Spiel gegen Werder Bremen auf dem Relegationsplatz und konnte die Begegnung klar mit 3:0 für sich entscheiden!

Alle Bundesliga-Ergebnisse des FC gegen Bremen gibt’s wie immer in der FC-History bei fcfp.de.